Betuwe – so nicht!

Lärmschutzwand an BahnlinieDie Betuweroute oder Betuwelinie beschreibt eine Güterzugstrecke durch den niederländischen Landstrich Betuwe. Die Strecke gehört zum Europäischen Förderprojekte CODE24 und führt ab Emmerich durch Deutschland. Am Niederrhein begrüßen nicht alle Bürger die neue bzw. erweiterte Gleisstrecken. Diese bringt Lärmschutzmaßnahmen und zusätzlichen Bedarf an Überquerungsmöglichkeiten. Da steckt das Problem.

Die Bürgerinitiative ‚betuwe – so nicht!“ in Voerde ist eine Initiative im Kreis Wesel, die sich um die Folgen für die Bürger kümmert.

Bürgerinitiative betuwe – so nicht! Voerde
http://www.betuwe-voerde.de/

Polsumer Gegenwind

Banner "Windrad? Nein!"
Windrand? Nein! – Banner der BI Polsumer Gegenwind
Die Polsumer Bürgerinitiative „Polsumer Gegenwind“ könnte sich auch gut „Polsumer gegen Wind“ nennen. Das Wortspiel ist sicher mitgedacht bei der Namensgebung. Gegenwind gibt die Bürgerinitiative dem Projekt der Errichtung einer weitere, höheren Windenergieanlage im Marler Ortsteil Polsum. Dabei geht es außer gegen diese explizite Planung auch gegen weitere (potentielle) Windenergieanlage in Siedlungsnähe.

Die Bürgerinitiative nennt weitere Themen, um die sie sich kümmern will. Mit der Erweiterung des Geländes der Recyclingfirma Saria, die an einem Landschaftsschutzgebiet und auf dem Gelände einer ehemaligen Tierkörperbeseitigungsanstalt entstanden ist, ergibt sich eine Schnittmenge zu „Marler haben die Nase voll„.

http://www.polsumer-gegenwind.de/

Regionalverband Ruhr verzichtet auf Einsatz von Glyphosat

Frucht der Spätblühenden Traubenkirsche
Späte Traubenkirsche
Nach einigen Diskussionen in Selbstveraltungsgremien und mit weiteren Akteuren verzichtet der Regionalverband Ruhr auf den Einatz des Herbizids Glyphosat bei der Bekämpfung der Späten Traubenkirsche. Als Neophyt stammt die Spätblühende Traubenkirsche aus Nordamerika. Der invasive Baum wächst unter den klimatischen Bedingungen in Europa stärker als Strauch oder kleiner Baum. Er erschwert die Forstarbeit und behindert die Naturverjüngung anderer Gehözarten.
Zur Bekämpfung eignetee sich eine Behandlung mit dem stark eingesetzten, aber auch umstrittenen Herbizid Glyphosat. Dabei werden die Stämme gekappt und das vitale Wurzelwerk am Schnitt mit Glyphosat behandelt, um ein erneutes Ausschlagen zu verhindern.

In einer Mittelung dazu heißt es nun (Drucksache 12/0245 Bekämpfung Späte
Traubenkische in der Üfter Mark 13.0245
):

Das Gebiet der Üfter Mark wurde 2001 durch den RVR mit der Auflage erworben, ein Naturerlebnisgebiet zu entwickeln.
In den letzten Jahren hat sich jedoch die Späte Traubenkirsche immer weiter augebreitet. Damit verbunden ist eine zunehmende Beeinträchtigung der hier vorkommenden ökologisch sensiblen Biotope, wie z. B. Moor und Wacholderheiden und anderer Offenlandbereiche.
[…] [So wurde] der Einsatz von Glyphosat noch einmal kritisch intern und extern […] diskutiert. Alle Beteiligten sind sich mittlerweile einig, dass auf den Einsatz von Glyphosat auf Grundlage der neuen Erkenntnisse verzichtet werden sollte.

Der Regionalverband Ruhr verfügt über mehr 14.000 ha Freiflächen, überwiegend Wald.

Erstes Programmkonzept für Essen als Grüne Hauptstadt Europas 2017

Jubelnde Menschen
European Green Capital 2017: Essen (Foto: European Commission)
100 Tage nach dem Gewinn des Wettbewerbs „European Green Capital 2017“ hat die Stadtverwaltung Essen der Umweltausschuss die Programmschwerpunkte vorgelegt. In einem Ratsbeschluss Ende Oktober sollen die Themen für das Jahr 2017 festgelegt werden. Das soll so aussehen:

Das Programm des Jahres 2017 – „Mein Essen, Meine Grüne Hauptstadt“

Meine Wege in der Stadt behandelt alle Mobilitätsaspekte,
Mein Leben zwischen den Flüssen befasst sich unter anderem mit dem Emscherumbau, Baden in der Ruhr und dem Projekt „Essen.Neue Wege zum Wasser“,
Mein Grün umfasst die Themengebiete Grünflächen, Bürgerengagement, Resilienz (Widerstandsfähigkeit), nachhaltige Waldwirtschaft und Konversion,
Mein Einkauf beinhaltet das nachhaltige Verhalten der Menschen im täglichen Leben,
Meine Zukunft – Green Jobs bedeutet: Beschäftigungsformen und Ausbildung in der Umweltwirtschaft, innovative Entwicklungen und die vielfältigen Bereiche der Umweltbildung.

Im Rahmen des Programm sollen thematische Rundfahrten und -gänge angeboten werden.

Foto: Preisverleihung, von ‚European Commission‘

Interessengemeinschaft Heven, Witten

Erdbeerfelder statt Industriegebiet
Erdbeerfelder statt Industriegebiet
An der Kleinherbeder Straße zwischen Witten und Bochum-Querenburg soll ein neues Gewerbegebiet entstehen. Zumindest laufen Untersuchungen des Ennepe-Ruhr-Kreises und der Wittener Stadtverwaltung darauf hinaus. Das Gebiet liegt entlang der Bundesautobahn A43, aber ist ein regionaler Grünzug, der der Naherholung und Frischluftversorgung dient. Regionales Planungsrechte müsste für das Gewerbegebiet geändert werden, nicht nur kommunales.

Das etwa 40 Fußballfelder große Gebiet ist auch in der Nachbargemeinde Bochum bekannt. Hier liegen nämlich Erdbeerfelder, die im Frühsommer zum bezahlten Selberpflücken einladen. Einige Initiativen beabsichtigen, statt des Freiraums für Gewerbegebiete des Kreises Ennepe-Ruhr zu verbrauchen, diese gemeinsam mit der Stadt Bochum auf den freigewordenen Werksflächen der ehemaligen Bochumer Opel-Werke anzusiedeln. Die interkommunale Kooperation scheint aber zu scheitern. Vorgeschoben wird, dass die neuen Wittener Flächen für emissionsstarkes Gewerbe – Industrie – gedacht seien. Diese könnten auf den ehemaligen Werksflächen in Bochum nicht mehr entstehen, da sie zu nah an Wohnbebauung lägen. Auf die einzig sinnvoll nutzbaren Industriefläche des ehemaligen Opelgeländes zieht nun ein Logistiker – DHL.

http://www.witten-heven.info/

Marler haben Nase voll – Keine Erweiterung von SARIA in Marl-Frentrop

Logo MHNV Mrler haben Nase voll„Marler haben Nase voll“ ist der schon beschreibende Name einer Bürgerinitiative gegen den Gestank einer Anlge zur Beseitigung von Schlachtabfällen in Marl, die zum Rethmann-Konzern gehört. Der Gestank ist das eine, das andere ist der mit der Anlage verursachte Verkehr, aber auch Emissionen wie Rauch aus Verbrennung. Im Raum steht auch eine Erweiterung der Anlage in das naheliegende Landschaftsschutzgebiet Rennbach.

Seit Jahren tagt ein Runder Tisch der betroffenen Bürger mit der zum Rethmann-Konzern gehördenden Firma SARIA, der früheren Knochen- und Fettunion. Allerdings entsteht bei der Initiative der Eindruck, nur hingehalten zu werden.

So eine Anlage müsste eingehaust sein, Ablüfte wären zu filtern, um die Geruchsbelästigung gering zu halten. Daran scheint es zu mangeln.

http://www.marler-haben-nase-voll.de/

Bild: Logo der Initiative (Urheberrecht: MHNV)

klimametrople ruhr 2022: Die Region im Einsatz für das Klima

Mit einer Auftaktwoche hat der Regionalverband Ruhr (RVR), der Verband der 53 Städte und Gemeinden des Ruhrgebiets, seinen Beitrag zur Klima.Expo.NRW 2022 gestartet. Als einer von 8 regionalen Partnern in Nordrhein-Westfalen will die klimametropole ruhr 2022 einen Beitrag dazu leisten, wie „unser“ Leben an die Bedingungen des Klimawandels angepasst werden kann.

Klimaschutzmetropole Ruhr 2022
Klimaschutzmetropole Ruhr 2022

Die Kampagne des RVR zielte auf eine Vielzahl an Projekten und
Veranstaltungen in unterschiedlichen Themenfeldern, um eine Mitmachkultur im
Klimaschutz in der Metropolregion Ruhr zu fördern und nachhaltig zu verankern. Nahezu 160 Unternehmen, wissenschaftliche Einrichtungen,
Vereine, Institutionen, Kommunen und Bürger präsentierten in der Auftaktwoche
vom 27. September bis zum 3. Oktober 2014 im Rahmen eines geballten
Aktionsprogramms bei rund 200 Veranstaltungen ihre Strategien, Projekte und
Lösungen rund um die Themen Klimawandel und Klimaanpassung. Auch die jährliche Kulturkonferenz der Metropole Ruhr brachte sich mit dem Thema „Kultur und Klimawandel“ ein.

Mobilisierung gegen Änderungen des Jagdrechts

„Jetzt geht’s los!“ Unter diesem Motto steht eine Veranstaltungsreihe Waldbauern, Jäger, Fischer, Grundbesitzer u. v. m. gegen die von Landesumweltminister Johannes Remmel (Grüne) vorgesehene Reform des nordrhein-westfälischen Jagdrechts.

AusblickHochsitzGegen die vorgesehene Novellierung des Jagdrechts haben sich 10 Partnerverbände zusammengefunden, die gemeinsam ihre Position formuliert haben: „Jagdrecht ideologiefrei und mit Augenmaß weiterentwicklen“ Es kooperieren der Westfälisch-Lippische Landwirtschaftsverband e. V., der Rheinische Landwirtschafts-Verband e. V., der Waldbauernverband NRW e. V., der Verband der Fischereigenossenschaften NRW e. V., der Grundbesitzerverband NRW e. V., der Verband der Jagdgenossenschaften und Eigenjagden in Westfalen-Lippe e. V., der Rheinische Verband der Eigenjagdbesitzer und Jagdgenossenschaften e. V. , der Landesjagdverband Nordrhein-Westfalen e. V., der Fischereiverband NRW e. V. und der Landesverband der Berufsjäger NRW e. V.

Regionalkonferenzen

Regierungsbezirk Köln
Dienstag, 7. Oktober, 19 Uhr, Gürzenich Köln, Martinstraße 29 – 37, 50667 Köln

Regierungsbezirk Münster
Donnerstag, 9. Oktober, 19 Uhr, MCC Halle Münsterland, Albersloher Weg 32, 48155 Münster

Regierungsbezirk Düsseldorf
Dienstag, 21. Oktober, 19 Uhr, Niederrheinhalle, An de Tent 1, 46485 Wesel

Regierungsbezirk Arnsberg
Dienstag, 28. Oktober 2014, 19 Uhr, Stadthalle Werl, Grafenstraße 27, 59457 Werl

Regierungsbezirk Detmold
Dienstag, 18. November 2014, 19 Uhr, Rudolf-Oetker-Halle, Lampingstraße 16, 33615 Bielefeld

Kunst und Klimawandel – 3. Kulturkonferenz Ruhr

Leitthema der 3. Kulturkonferenz des Landes Nordrhein-Westfalen und des Regionalverbands Ruhr war „Kunst und Klimawandel“. Was kann Kultur mit dem Klimawandel und seinen Folgen umgehen? Zahlreiche Beispielprojekte wurden in der Hagener Stadthalle vorgestellt, siehe „3. Kulturkonferenz Ruhr – Intentional zum Klimawandel

ch nehme aus den Veranstaltungen mit, dass mit kulturellen Formaten in einem autokratischen System Inhalte und Auseinandersetzungen über den Klimawandel und konkret das Schmelzen der Gletscher thematisiert werden können, siehe Goethe.de/Klima. Ich hab ein konkretes Projekt des Urban Gardening in der Metropole Ruhr vorgestellt bekommen, dass im städtischen Raum einen Beitrag zum Klimawandel leistet, weil es erheblich den Ausstoß von Kohlendioxid vermeidet, das beim Transport von Obst und Gemüse anfällt. Das Projekte stammte vom Dortmunder Verein “Die Urbanisten“. Ein wenig war die Konferenz wie eine Messe.

Die Kulturkonferenz war eingebunden in eine Auftaktwoche der Metropole Ruhr zur Vorbereitung auf die Klima.Expo.NRW Ruhr 2022, an der das Ruhrgebiet als klimametropole ruhr 2022 mit einem regionalen Schaufenster teilnehmen will.

Interessengemeinschaft Mensch und Umwelt